KTM Sportcar GmbH

Seit dem Jahr 2008 entsteht der Supersportwagen KTM X-BOW in einer kleinen, aber feinen Manufaktur in Graz. Ein Grund dafür ist nicht zuletzt der „Auto Cluster Styria“, der sich in und rund um die Landeshauptstadt entfaltet hat. Internationale Konzerne wie Magna oder AVL haben hier ihren Sitz, unzählige weitere Zulieferer prägen den Hochtechnologiestandort in der Steiermark. Und High-Tech ist auch das Stichwort für die KTM Sportcar GmbH.

Die Entscheidung, das erste Auto von KTM am Produktionsstandort Graz zu fertigen, wurde bereits im Jahr 2007 gefällt. Entwicklungspartner Dallara konnte die erforderlichen Stückzahlen nicht garantieren, und eine Fremdfertigung durch Magna hatte KTM-Vorstandsvorsitzender Stefan Pierer, gemeinsam mit Designer Gerald Kiska, geistiger „Vater“ des KTM X-BOW, am Ende auch ausgeschlossen.  

Auf 6.000 Quadratmetern ist eine der modernsten, wenn nicht die modernste Fahrzeugmanufaktur der Welt beheimatet. Die hohen Ansprüche, die KTM an seine Produkte, die Kunden-Fahrzeuge stellt, gelten auch für die Standards und die Qualität in der Produktion.

Jedes einzelne der derzeit verschiedenen verfügbaren Modelle des KTM X-BOW entsteht in qualitativ hochwertigster Handarbeit am Standort Graz: KTM X-BOW R, KTM X-BOW RR, KTM X-BOW GT und GT4 und natürlich auch das jüngste Modell der Palette, der KTM X-BOW GTX. Zum einen baut KTM reinrassige Rennfahrzeuge wie den KTM X-BOW GT4 und GTX, die beide im internationalen Kundenrennsport erfolgreich unterwegs sind, zum anderen fertigt KTM mit einer spezialisierten Mitarbeitertruppe nach EU-Kleinserienhomologation zugelassene Supersportwagen für die Straße.  

Stichwort Mitarbeiter: Wer für die Produktion von rund 100 Fahrzeugen, die weltweite Ersatz- und Tuning-Teile-Versorgung, den Kundendienst, die Qualitätssicherung, das Marketing, den Vertrieb, den Einkauf und natürlich die Produktion Heerschaaren an Arbeitern und Angestellten erwartet, wird enttäuscht: Nicht mehr als 26 Mitarbeiter – inklusive Geschäftsführung – sind in Graz tätig, die in Wels (Oberösterreich) beheimatete Entwicklungsmannschaft besteht aus weiteren acht Mitarbeitern.

In der Produktion selbst – bestehend aus fünf Stationen an der Vormontage und zehn Stationen an der Hauptmontage – werden mehr als 800 Einzelteile verbaut, bis ein fertiger KTM X-BOW vom „Band“ rollt. Herzstück ist dabei das Monocoque, nur 78 Kilogramm leicht und in drei Ausführungen (R/RR, GT oder GT4) angeliefert.

Rund 2,8 Fahrzeuge können pro Woche vollständig auftragsbezogen gefertigt werden, die Durchlaufzeit hängt vom jeweiligen Modell ab. Wesentlich komplizierter ist der Zusammenbau des völlig geschlossenen und technologisch noch einmal hochwertigerem KTM X-BOW GTX, am „einfachsten“ ist das Basismodell, der KTM X-BOW R. Allen gemein ist der Turbomotor von Partner Audi, ein hochqualitativer, extrem leistungsfähiger Antrieb, der sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke beste Dienste leistet. Stichwort Rennstrecke: Die Mitarbeiter begleiten selbstverständlich auch die zahlreichen Renn- und Track-Day-Event. Alle müssen eben immer READY TO RACE sein.

 

Fotos: KTM AG