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Das kommende Winter-Halbjahr entwickelt sich zum Eldorado für aktive Motorsportler.

Es sind herausfordernde, in jeder Hinsicht begeisternde und atemberaubende Rennstrecken: Die Formel 1 gastiert auf diesen Kursen ebenso wie die MotoGP und die Superbike WM. Auch die WTCR ist dort unterwegs, genauso wie die TCR Europe, die WEC und die GT World Challenge Europe. Das richtige Umfeld also. Wo sich die internationale Upperclass des zwei- beziehungsweise vierrädrigen Rennsports zum Wettkampf trifft, da ist auch der neu ins Leben gerufene X-BOW Sport Auto Winter Cup bestens situiert.

Schon die Namen der berühmten Austragungstätten wecken nicht nur bei den Profis, sondern auch bei Hobby-Rennfahrern, die über die Leitplanken von Nürburgring, Hockenheim, Oschersleben, Sachsenring und Lausitzring hinausschauen können (und wollen), große Begehrlichkeiten: Portimao, Estoril, Jerez und Barcelona Catalunya.
Jene vier Rennstrecken, auf denen der X-BOW sport auto Winter Cup in der Saison 2021/22 erstmals ausgetragen wird und damit in der dort beheimateten „GT Winter Series“ eine ebenso reizvolle wie professionelle Kulisse gefunden hat. Der jahreszeitliche Bezug dieses nun schon zum dritten Mal ausgetragenen Renn-Formats ist insofern etwas zweideutig, als die im Rahmen von „Endless Summer“ ausgetragene GT Winter Series mit dem Fahren im Winter nur insofern zu tun hat, als die Veranstaltung nur zeitlich in den für uns kalten, nassen und eisigen Wintermonaten stattfindet. Die Beichnung „Endless Summer“ trifft es eher: Die Renn-Saison lässt sich wunderbar ausdehnen, wenn man willens und in der Lage ist, das Fahren, Testen, Trainieren und nicht zuletzt auch das Rennen fahren in die Monate Dezember bis März, oder besser: unter die wärmende Sonne Spaniens und Portugals, zu verlegen. Das Unternehmen Gedlich Racing als Absender dieses, nennen wir es Saison-Verlängerungs-Konzepts, ist als Veranstalter und Promoter schon seit zwölf Jahren damit befasst, dem Faszinosum Rundstrecken-Erlebnis eine überzeugende Komponente hinzuzufügen: kein Eis, kein Schnee, ganz wenig Regen und fast immer Sonnenschein. Rennfahrerherz – was willst Du mehr? 

In der kommenden Saison 2021/22 mit einem breit ausgerollten Terminkalender: 27 Rennstrecken-Tage stehen zur Disposition, beginnend Anfang Dezember (wenn hierzulande alles still steht) und endend am 13. März – dann, wenn der Rennsport hier wieder startet. Neben den erwähnten Strecken Portimao, Estoril, Jerez und Catalunya sind es die nicht minder faszinierenden und für Privatfahrer gleichfalls doch ehr selten zu befahrenen Rundkurse wie das Ascari Race Resort, der Circuito Iberia in Almeria und das Motoland Aragon, auf denen Gedlich Racing die Trackdays sowohl für kleine Straßensportler als auch für slickbereifte Rennwagen großer Kaliber veranstaltet.

Manche Termine können in „Endless Summer Raceweeks“ zusammengefasst werden – ein anspruchsvolles Rundstrecken-Programm mit bis zu acht Fahrtagen auf vier Rennstrecke, und das in nur einer Woche. Ein Traumurlaub mit sprichwörtlich allen Schickanen. Wer nicht selbst auf Achse anreisen und den Boxendienst von helfender Hand erledigen lassen will, dem ist geholfen: Fahrzeug-Transport, Service vor Ort, Flug-, Transfer- und Hotel-Buchung übernimmt Gedlich Racing beziehungsweise einer der Veranstaltungs-Partner. Darüber hinaus gibt es Rennfahrzeuge jeder Couleur und Leistungsklasse zu mieten – unter anderen Pretiosen der Marke KTM – teils offene, teils geschlossene, zugelassene und auch ohne Kennzeichen antretende Sport- und Rennwagen, die sich in verschiedenen Leistungsklassen und Ausbaustufen bisher schon als ebenso schlagkräftige wie lustbetonte Track-Tools erwiesen haben. Der neben dem von BMW Motorsport bereits im vergangenen ins Leben gerufenen M2 CS Racing Winter Cup nun eingeführte und von sport auto als Co-Promoter begleitete X-BOW sport auto Winter Cup ist gewissermaßen eine Fortsetzung der von KTM bis 2020 ausgeschriebenen X-BOW Battle, nur unter Bedingungen und in einem anderem Licht. In der vier Läufe umfassenden GT Winter Series werden pro Event je zwei Qualifyings, zwei Sprintrennen und ein Endurance-Rennen über 45 Minuten durchgeführt. Die Punktvergabe für die Meisterschaft erfolgt nach Klassen und in Abhängigkeit von der Klassenstärke. Kurzum: viel Feind.

Von Horst v. Saurma-Jeltsch